Hochzeit1970LinsenGerste

Wer wünscht sich nicht eine Freundschaft oder Partnerschaft,
in der das eigene Potenzial so richtig zur Geltung kommt?

Für Bohnen, Erbsen und Linsen ist dies kein Problem, sie sind eng mit dem Getreide-Clan verbandelt.
Schon seit Jahrhunderten werden sie weltweit zusammen auf den Teller gepackt:
In Amerika sind es Bohnen mit Mais,
in Indien Dal mit Reis,
im Mittelmeerraum Kichererbsen mit Gerste und
in Schwaben – ganz klar – Linsen mit Spätzle.

Diese Traditionen haben natürlich einen Sinn.
Es geht dabei um den Proteingehalt und die Aminosäuren-Zusammensetzungen von Hülsenfrüchten und Getreide. Diese sind komplementär und ergänzen sich daher perfekt.
Während Hülsenfrüchte einen hohen Lysingehalt haben, dafür weniger Methionin und schwefelhaltige Aminosäuren, enthalten Getreideprodukte hingegen wenig Lysin und viel Methionin. Für das optimale Mischungsverhältnis der Eiweißbausteine werden 1/3 Hülsenfrüchte zu 2/3 Getreide empfohlen. Das entspricht einem Proteingehalt von einem Hühnerei; dem Spitzenreiter in der Proteinversorgung.

Prächtig unterstützen sich Leguminosen und Getreide zudem schon beim Anbau.
Die meisten Bohnen, Erbsen und Linsen sind Rankpflanzen
und die aufrechten Getreidepflanzen für sie die optimalen Rankhilfen.
Im Gegenzug schleusen Leguminosen natürlichen Stickstoff als Dünger in die Erde.
Von den nordamerikanischen Ureinwohnern ist diese Anbaumethode der „Drei Schwestern“,
auch als Milpa bekannt, überliefert, und besteht aus Mais, Bohnen und Kürbis
Mais hilft den Bohnen beim Ranken,
die Bohnen düngen die Erde
und der Kürbis schützt mit seinen großen Blättern den Boden vor dem Austrocknen.