小豆アイスクリーム ::: Rote Bohnen-Eis

Sumos_Anko3

Es ist fast 39° C draußen, und ich koche Bohnen.
Ziemlich nerdy, aber keine Sorge, am Ende kommt leckeres Eis dabei raus:
Azuki-Eis, ein Eis aus roten Bohnen. 

Genau dieses Eis hat mich mal einen ganzen Sommer in Kyoto begleitet, einer meiner heißesten Sommer überhaupt. Es ist die perfekte Erfrischung: zugleich herb und süß, mit einem Hauch Exotik.

Die kleinen roten Azuki-Bohnen werden in Asien für viele Süßspeisen verwendet, zum Beispiel für Yokan (Pudding) oder als Füllung von Mochis (Reiskuchen) oder Mondkuchen. Die Bohnen werden dazu zu einer süßen Bohnenpaste (Anko) verarbeitet, und je nachdem wie fein oder grob diese ist, ist auch die Struktur der Eiscreme. Ich persönlich mag es sehr, wenn noch kleine Bohnenstückchen zu sehen und zu schmecken sind.
Die Paste gibt’s aber auch schon fertig in manchen Asia-Läden zu kaufen.

Rote Bohnen-Eis

Damit sich das Bohnen-Kochen bei der Hitze auch besonders lohnt,
habe ich gleich zwei Variationen des Rote Bohnen-Eis ausprobiert:
Eins mit Kokosmilch, das andere mit Sojajoghurt.
Beides vegan, beides schön unkompliziert, und schwer zu entscheiden, welches tatsächlich leckerer ist.
Nach ein paar Tagen im Tiefkühlfach zeigt sich aber, die Konsistenz des Eises mit Sojajoghurt bleibt cremiger.

Prima zum Bohneneis passt übrigens etwas Abrieb einer weiteren Hülsenfrucht, der Tonka-Bohne. Doch bitte sparsam verwenden, sie hat einen hohen Cumarin-Gehalt. Angerösteter schwarzer Sesam obendrauf macht das Eis schließlich perfekt.

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Rezept
(Eis für 4 Nicht-Sumos)

  • 150 g getrocknete Azuki-Bohnen
  • 100 g Rohrohr-Zucker (oder Süßungsmittel nach Wahl, z.B. Agaven-Dicksaft)
  • Prise Salz
  • 200 g Kokosmilch oder Sojajoghurt
  • etwas Tonka-Bohnen-Abrieb (oder Vanille-Schote)
  • optional: etwas Zitronensaft
  • optional: schwarzer Sesam

Bohnen über Nacht oder ca. 12 Stunden einweichen.

Bohnen gut abspülen und mit frischem Wasser zum Kochen bringen. Köcheln lassen bis sie weich sind. Je nach Alter der Bohnen kann das 40 bis 60 Minuten dauern.

Für die süße Rote-Bohnenpaste die gekochten Bohnen mit dem Zucker und einer Prise Salz in etwas Kochflüssigkeit erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach pürieren (evtl. Sumo-Ringer beauftragen).
Wer die Paste besonders fein mag, kann sie noch durch ein Sieb streichen.

Kokosmilch oder Sojajoghurt dazugeben und gut vermischen. Mit dem Abrieb der Tonka-Bohne oder der Vanilleschote abschmecken. Wer mag, kann noch einen Spritzer Zitronensaft dazufügen. Die Masse in ein Gefäß füllen, das ins Eisfach passt.

Wer – wie ich – keine Eismaschine hat, kühlt die Masse im Gefäß zunächst in einer großen Schüssel mit Eiswasser auf Kühlschrank-Temperatur runter. Danach ins Eisfach stellen und in den nächsten zwei Stunden alle 30 Minuten gut durchrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden.

Den schwarzen Sesam in der Pfanne anrösten und zum Servieren über das Eis streuen.

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Sumo_will_Eis

2016-01-06T16:47:55+00:00 Juli 5th, 2015|

About the Author:

Ich treibe den Pro-Kopf-Verbrauch von Hülsenfrüchten in Deutschland gewaltig in die Höhe. Pro Monat esse ich rund 2 Kilo Bohnen, Erbsen und Linsen. Das allein ist schon das Doppelte des deutschen Jahres-Durchschnittsverbrauchs.

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