Mungbohnen-Eis mit Matcha

Mungbohnen-Eis

Mungbohnen_Sprossen

Mungeis_schraeg

Mungeins_Hand

⌈Aus dem Archiv:⌋ Was hier als Camouflage-Eis daher kommt, ist Mungbohnen-Matcha-Eis; und eher was für Hardcore-Bohnenfans.

Die kleinen, grünen Mungbohnen sind ohnehin etwas süßlich, und werden deshalb vor allem in China für Desserts verwendet. Gekocht, püriert und mit zusätzlichem Süßungsmittel versehen, werden sie so zu einer Paste verarbeitet, die als Basis dient. In China werden die grünen Schalen nach dem Kochen meist abgezogen, so dass dann die Paste gelblich wird. Ich habe mir das gespart, weil das sehr zeitaufwändig ist und ich zudem die etwas rauere Textur mit Schale sehr mag.

Mungbohnen sind schnell gekocht, haben aber kaum Eigengeschmack. Deshalb sollte man ein paar kräftige Geschmackskomponenten dazugeben. Ich habe mich für Matcha-Tee und Kokos entschieden. Aber auch was Fruchtiges wie Brombeeren, könnte prima passen. Diese Kombination werde ich in den nächsten Tagen ausprobieren. Die Brombeeren – frisch aus dem Wald – warten schon im Kühlschrank. 

Dem Eis habe ich auch eine zweite Hülsenfrucht beigemischt: die wunderbare Carob-Frucht vom Johannisbrotkernbaum. Vermahlen ähnelt sie Kakaopulver, und geröstet wird Johannisbrotkernmehl draus. Das bindet prima und verhindert zudem die Kristallbindung. Also perfekt für selbstgemachtes Eis ohne Eismaschine.

Und noch eine kleine Info zu Matcha: Es enthält Katechine, die die freien Radikalen davon abhalten, in die Haut einzudringen. Also, ideal bei viel Sonnenschein!

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 Rezept
(4 x Eis am Stiel)

  • 200 g getrocknete Mungbohnen
  • 100 g Süßungsmittel nach Wahl
  • 100 g Kokosmilch
  • 1/2 TL Johannisbrotkernmehl
  • 2 EL Matcha-Teepulver

Bohnen ca. 2 Stunden einweichen. Da Mungbohnen schnell keimen, am besten in den Kühlschrank stellen.

Bohnen gut abspülen und mit frischem Wasser zum Kochen bringen. Köcheln lassen bis sie weich sind, ca. 30 Minuten.

Die gekochten Bohnen mit dem Süßungsmittel und einer Prise Salz in der Kokosmilch erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Wer mag, kann ein paar ganze Bohnen für eine grobere Struktur zurückhalten, den Rest pürieren.

Matcha-Teepulver dazugeben und gut vermischen.

Das Johannisbrotkernmehl in etwas kaltem Wasser klümpchenfrei anrühren und zur Bohnenpaste geben. Wieder gut vermischen.

In die Eis-am-Stiel-Förmchen füllen, und ohne Stiele für eine Stunde ins Eisfach legen.

Nach einer Stunde die Stiele in die leicht angefrorene Masse schieben und wieder ins Eisfach legen. Auf diese Weise verrutschen sie nicht mehr.

Bei 39° C im Schatten geniessen!

Mungeis_drei_nebeneinander

2016-07-17T16:38:32+00:00 Juli 1st, 2016|

About the Author:

Ich treibe den Pro-Kopf-Verbrauch von Hülsenfrüchten in Deutschland gewaltig in die Höhe. Pro Monat esse ich rund 2 Kilo Bohnen, Erbsen und Linsen. Das allein ist schon das Doppelte des deutschen Jahres-Durchschnittsverbrauchs.

One Comment

  1. […] Hülsenfrucht zurück: Johannisbrotkernmehl. Das ist ein tolles Bindemittel und wird viel in der Eisproduktion benutzt. Wer kein Problem mit Gluten hat, kann zum Binden aber auch normales Mehl oder […]

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